Zeckenimpfung


Die Zecke lebt hauptsächlich in Mischwäldern, Gärten und Parklandschaften. Sie klettert bis 1,5 m an Bäumen und Pflanzen hoch und wird dort von Menschen abgestreift.

Achtung Zecken

Zecken können gefährlich sein, weil sie folgende Krankheiten übertragen können:

  1. FSME: Frühsommer-Meningoencephalitis, Gehirnirnhautentzündung, eine von Viren verursachte Entzündung des Gehirns. Bis 4,5% der Zecken sind infiziert.
  1. Borreliose: Lymekrankheit, eine oft unerkannte bakterielle Infektion mit sehr unterschiedlichen, zum Teil dramatischen Beschwerden. Bis zu 35% der Zecken tragen den Erreger.

 

FSME: Die Erkrankung beginnt mit Kopfschmerz, Fieber, evt. Katarrh (nach 7-14 Tagen), allgemeiner Schwäche, evt. bis hin zu Lähmungserscheinungen. Nach fieberfreiem Intervall (7-14 Tagen) kommt es bei 10% der Infizierten zu Fieberanstieg, Gehirnhautentzündung mit Nackensteifigkeit, Delirium, Lähmung, Koordinationsstörungen, Ausfall von Reflexen.

 

Die FSME kann nicht gezielt medikamentös behandelt werden. Eine Immunisierung mit FSME-Schutzimpfung ist möglich. Für Kinder (1-16 Jahre) gibt es eine extra Impfstoff. Der volle Impfschutz ist mit 3 Spritzen innerhalb von einem Jahr erreicht. Auffrischung alle 5 Jahre.

 

Borreliose: Nach Tagen bis Wochen bildet sich ein roter, begrenzter, runder Fleck um die Einstichstelle (Durchmesser größer als 4cm, meistens 10-15 cm), evt. mit Fieber und Kopfschmerz, grippeähnlich. Nach Wochen bis Monaten: Fieber, Nachtschweiß, heftige Muskel- und Gelenkschmerzen, Herzmuskel-,Herzklappenentzündung, Rhythmusstörungen. Nach Jahren: Depressionen, Gedächnis- und Konzentrationsstörungen, chronische Müdigkeit, Netzhaut- und Gelenkentzündungen.

 

Gegen Borreliose gibt es bisher keinen Impfstoff. Wenn sich ein roter Fleck um die Einstichstelle zeigt, sollte man den Arzt aufsuchen, der dann ein spezielles Antibiotika verordnen kann. In der Regel ist damit die Borreliose therapiert. Treten später erneut Symptome auf, muss eine längere Anwendung mit einem Antibiotikum erfolgen.

Zeckenstich – was tun?

Ruhe bewahren und die Zecke richtig entfernen!

Zecken sollen so schnell, wie möglich ohne Quetschen entfernt werden. Je länger sie saugen, desto größer ist das Risiko einer Infektion. Die Erreger der FSME können sofort beim Stich in die Körper übergehen. Die Borreliose-Erreger brauchen mehrere Stunden bevor sie ins Blut gelangen, da sie sich im Darminhalt der Zecken befinden.

Falls der Kopf der Zecke in der Wunde verbleibt, ist dies unproblematisch, da dieser in der Regel in den nächsten Tagen vom Körper abgestoßen wird. Nur wenn sich die Wunde entzündet, muss der Kopf vom Arzt entfernt werden. Die Einstichstelle sollte anschließend gereinigt und mit einem geeigneten Mittel desinfiziert werden.

Wichtig: Treten in der Folgezeit grippeähnliche Symptome wie Kopfschmerzen und Fieber, Gelenkschmerzen oder eine Rötung an der Einstichstelle auf, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

 

Entfernte Zecken können auf Krankheitserreger untersucht werden. Sie können das noch lebende Tier in einer Dose in der Apotheke oder beim Arzt abgeben und eine Laboranalyse machen lassen. Die Analyse einer Zecke kostet ca. 35 €.