Human Papilloma Virus


Was ist das Human Papilloma Virus?

Das Human Papilloma Virus (HPV) unterscheidet sich in verschiedene Virustypen. Allen gemeinsam ist, dass sie die oberste Zellschicht des Haut und Schleimhautgewebes infizieren und sich in deren Zellkernen vermehren.

Die unterschiedlichen Vertreter der Familie der Papillomaviren verursachen Hauterscheinungen an unterschiedlichen Körperpartien. Besonders lästig sind Warzen im Bereich von Genitalien und After. Dabei kommt es bei einer Infektion mit bestimmten HPV-Arten nicht unbedingt immer zur sichtbaren Ausbildung von Warzen. Oftmals verläuft eine Infektion gänzlich unbemerkt. Einige Vertreter der Gruppe lösen Gebärmutterhalskrebs aus.

Virus, übertragung, Infektion und Krebs

Diese Viren übertragen sich durch Kontakt mit befallener Haut oder Schleimhäuten. Es handelt sich um extrem häufige Infektionen, werden doch 70%-80% aller sexuell aktiven Frauen im Verlaufe ihres Lebens infiziert.
Das Infektionsrisiko hängt vom Alter beim ersten Sexualkontakt und von der Anzahl der Partner ab.

Der akute HPV-Infekt kann symptomfrei verlaufen. Risikoarme HPV sind Ursache der Genitalwarzen. Die risikoreichen HPV sind krebserregend.

Der HPV-Infekt ist Vorraussetzung für das Entstehen eines Zervixkarzinoms. Diese Karzinome treten erst nach Jahren, manchmal auch erst mehrere Jahrzehnte nach der Infektion auf. Die Hälfte der Fälle treten vor dem Alter von 50 Jahren auf.

Impfung gegen das Zervixkarzinom

Die Impfstoffe (Gardasil, Cervarix) werden gentechnisch hergestellt. Dies erlaubt die Herstellung von Partikeln, die frei von genetischem Material sind und damit ohne jedes Risiko, eine Infektion oder maligne Entartung zu verursachen.

Und falls man Sie danach fragt: Keiner dieser Impfstoffe enthält Quecksilber.

Die Immunisierung besteht aus drei intramuskulär, im Abstand von 0,1-2 und 6 Monaten verabreichten Dosen.

Die Immunantwort bei Erwachsenen ist ausgeprägter als bei jungen Frauen. Der Impfstoff bei Frauen, die einen HPV 16/18 Infekt durchgemacht haben oder zum Zeitpunkt der Impfung einen solchen aufweisen, unwirksam ist.

Lokale Nebenwirkungen (Druckschmerz, Rötung,Schwellung) sind häufig (80%). Fieber tritt in etwa 10% der Fälle auf.

Kontraindikationen beschränken sich auf akute Krankheiten oder eine frühere anaphylaktische (allergische) Reaktion auf eine Impfung.

Impfung während der Schwangerschaft und während des Stillens ist prinzipiell kontraindiziert.

Die Strategie muß darauf zielen, eine größtmögliche Zahl junger Erwachsenen noch vor Aufnahme sexueller Beziehungen zu erfassen. Um eine optimale Wirkung zu erreichen, sollte die Impfung im Alter von 11-13 Jahren stattfinden und 80% der Erwachsenen erreichen.